Stahlkappenschuhe

Für viele sind Stahlkappenschuhe, die in der Regel als Sicherheitsschuhe bezeichnet werden, ein wichtiger Begleiter in der Arbeitswelt. Sei es auf der Baustelle, in der Pflege und Gastronomie oder im Labor – der Sicherheitsschuh hat die Hauptaufgabe, der Unfallpräventation.

Die Sicherheit steht an erster Stelle

Besonders bei risikobehafteten Tätigkeiten in diversen Berufen und Branchen ist es unbedingt notwendig, den Fuß korrekt zu schützen. Dafür wird eben das entsprechende Schuhwerk, wie Stahlkappenschuhe benötigt. In verschiedenen Tätigkeitsbereichen sind die Stahlkappenschuhe/Sicherheitsschuhe zwingend bzw. gesetzlich vorgeschrieben.

Da die Stahlkappenschuhe der Unfallprävention dienen, steht die Sicherheit an erster Stelle und aus diesem Grund sollte ein Modell gekauft werden, dass die geeignete Schutzklasse und Zusatzmerkmale aufweist. Von der Seite des Arbeitgebers sollten klare Vorgaben gemacht werden, welches Sicherheitsklasse für das Einsatzgebiet notwendig ist. Die Klassen reichen von SB (Basisklasse) bis hin zu S5 (Schutzklasse). Diese Schutzklassen werden noch ergänzt durch Zusatzmerkmale, wie beispielsweise hitzeresistent, rutschhemmend etc. Für jedes Einsatzgebiet wird der passende Schuh geboten. Doch dabei müssen Funktionalität und Komfort Hand in Hand gehen, aber zugleich auch einen hohen Schutz für die Füße gewährleisten.

Normen und Rechtsgrundlagen für Sicherheitsschuhe

Es bestehen für das Tragen und auch die Bereitstellung der Stahlkappenschuhe gesetzliche Regelungen in Bezug auf die erforderliche Beschaffenheit und Schutzausstattung. Die Stahlkappenschuhe bzw. Sicherheitsschuhe werden entsprechend einer gesetzlichen Norm auf ihre Eigenschaften hin hergestellt und im Anschluss geprüft. Beim Kauf eines Stahlkappenschuhs sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass diese Normen eingehalten werden.

In vielen Berufen zählt der Stahlkappenschuh bzw. der Sicherheitsschuh zur Grundausstattung. Aber selbst für die Gartenarbeit bzw. für den Heimwerker sind Sicherheitsschuhe durchaus empfehlenswert, denn sie schützen vor schweren Verletzungen.

Die einzelnen Sicherheitsklassen:

  • SB
  • S1
  • S1P
  • S2
  • S3
  • S4
  • S5

Häufig kommt es beim Thema der Anschaffung und auch der Nutzung von Stahlkappenschuhen zu Auseinandersetzungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Dabei sind die Kosten, Eignung und auch der Komfortanspruch ein Streitthema. Der Arbeitgeber muss im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung ermitteln, ob am Arbeitsplatz Sicherheitsschuhe zu tragen sind. Für die Bereitstellung und Finanzierung ist der Arbeitgeber gemäß § 3 Abs. 2 Satz 1 Ziffer 1 verantwortlich. Doch die Anschaffung muss er selbst nicht übernehmen, sondern kann diese an den Arbeitnehmer delegieren. Das gilt im übrigen auch für Sicherheits- bzw. Stahlkappenschuhe, die orthopädisch angepasst werden müssen.

Der Stahlkappenschuh

Dieser Typ von Sicherheitsschuhen ist mit einer Zehenschutzkappen, die auch als Stahlkappe bezeichnet wird, ist beispielsweise auf der Baustelle einzusetzen. Die Stahlkappen sind ein wichtiges Element in den Sicherheits- und Schutzschuhen. Durch die Stahlkappe wird die Zehenpartie vor Verletzungen geschützt. Allerdings können diese „Stahlkappen“ aus Materialien wie Aluminium, Keramik, Titan, Carbon oder Kunststoff gefertigt sein.

Eine Kappe aus Stahl oder doch aus Kunststoff?

Hier scheiden sich die Geister und das gilt auch für die Frage, welche Art von Zehenschutzkappe denn richtig ist. Es sei an dieser Stelle angemerkt, das es auf den Tätigkeitsbereich des Trägers ankommt und die damit einhergehenden Anforderungen an den Stahlkappenschuh (Sicherheitsschuh). So arbeitet nicht jeder mit schweren Maschinen, Materialien und Kettensägen und somit ist eine Stahlkappe nicht immer sinnvoll. Doch es muss sich jeder im Klaren darüber sein, dass ein Sicherheitsschuh der mit einer Kunststoffkappe versehen ist, nur einen vergleichsweise geringen Druck standhalten kann. Doch dafür bietet die Kunststoffkappe andere Vorteile, wie beispielsweise ein geringeres Gewicht.

Die Vor- und Nachteile

       Vorteile                Nachteile
Stahlkappen weisen einen höheren Schutz bei der Arbeit auf – besonders bei schweren Maschinen Stahlkappen sind schwer und eventuell leidet darunter auch der Tragekomfort
Die Kunststoffkappen sind leicht – sie sind notwendig an metallfreien Arbeitsplätzen Kunststoffkappen können nur einen geringen Druck standhalten

Eine durchdrittsichere Sohle

Für viele Berufe – besonders auf dem Bau – ist nicht nur eine Stahlkappe im Schuh Vorschrift, sondern der Stahlkappenschuh muss auch über eine durchtrittsichere Sohle verfügen. Diese schützt den Fuß vor sogenannten Penetrations-Verletzungen, die beispielsweise durch einen spitzen Gegenstand verursacht werden können. Die modernen Sohlen werden heute nicht mehr ausschließlich aus Stahlblech oder Aluminium gefertigt, sondern das Spektrum reicht von technischen Geweben wie „Kevlar“ über „Fibre-LS“ bis hin zu „Lenzi“.

Von den einzelnen Produzenten werden viele dieser Materialien selbst entwickelt und hergestellt. Die Sohlen aus diesen Geweben bieten einen Vorteil: Sie sind biegsam und zudem auch Kälte- und/oder wärmeisoliert. Zudem sind diese Stahlkappenschuhe auch bequemer zu tragen, im Vergleich zu den Modellen die Einsätze aus Stahlblech aufweisen. Des Weiteren wird auch die gesamte Innensohle abgedeckt und damit ist der gesamte Schuh durchtrittsicher. Angemerkt sei an dieser Stelle, dass Sicherheitsschuhe der Stufen SP1, S3 und S5 durchtrittsicher sein müssen.

Wie sieht es mit der Rutschsicherheit aus?

Die Sicherheits-/Stahlkappenschuhe der Klassen S1P, S3, S4 und S5 müssen über eine profilierte Laufsohle verfügen, damit die Rutschsicherheit weitgehendst gewährleistet ist. An vielen Arbeitsplätzen ist die Rutschhemmung sinnvoll und um die volle Rutschsicherheit ständig zu ermöglichen, sollte die Sohle stets sauber sein.

Der Stahlkappenschuh für den Winter

Auch im Winter ist in einigen Tätigkeitsbereichen, die Erledigung von Außenarbeiten unabwendbar. Dafür müssen die Sicherheits-/Stahlkappenschuhe folgende Zusatzanforderungen erfüllen:

  • Kälteisolierung (bspw. durch spezielle Einlagen)
  • Rutschhemmung auf Stahlboden und Glycerin
  • Beständigkeit gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme des gesamten Schuhs oder der Schuhoberseite.

Wichtig ist es zudem, dass das Innenfutter aus einem abriebfesten Material besteht, wie beispielsweise Thinsulate-Material. Der Handel bietet Sicherheitsschuhe für den Winter in günstigen Ausführungen mit Stahlkappen und Stahlblech-Sohle an. Doch für eine bessere Kälteisolierung sorgt eine Sohle aus anderen Hightech-Materialien wie beispielsweise Kevlar und Kappen aus Kunststoff oder Alu. Selbst Einlagen können hilfreich sein. Manche Arbeitsschuhe sind auch extra breit, damit dicke Socken darin getragen werden können.

Der Stahlkappenschuh für Damen

Immer mehr Frauen dringen in Berufe ein, wo ein Stahlkappenschuh Pflicht ist. Die meisten der handelsüblichen Sicherheits-/Stahlkappenschuhe sind für Männer und Frauen geeignet. Doch von einigen Marken wurden Modelle speziell an die Bedürfnisse der Damen angepasst. So ist ein Frauen-Sicherheitsschuh bereits ab der Größe 35 erhältlich und auch anatomisch orientieren sich diese Modelle an den Füßen der Damen, denn diese sind oftmals schmaler.

Es gibt bereits auch Hersteller, die Frauen-Sicherheitsschuhe in modischen Farben anbieten, damit Frau sich selbst am Arbeitsplatz trendy kleiden kann.